Bilder aus dem Leben der Pfarrgemeinde

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" Alles zur größeren Ehre Gottes im Geiste Mariens "

... unter dieses Leitwort stellten die Ordensschwestern vom heiligen Namen Mariens ihr Wirken.
Seit dem 15. Juli 1946 - über 70 Jahre - waren sie in der Familien-, Kranken- und Altenseelsorge,
in der Kinderpastoral, als Organistinnen, im Konvent oder im Sakristeidienst unserer Kirche tätig.

Insgesamt waren 27 Ordensschwestern hier in Güstrow tätig, war der Orden der
Missionsschwestern vom heiligen Namen Mariens "
- daher auch ihr Namenszusatz "Schwester Maria ..." - ,
kurz Missionsschwestern Mariens genannt, ununterbrochen in Güstrow vertreten.

       

Als eine Kongregation päpstlichen Rechts wurde er 1920 von Bischof Wilhelm Berning in Meppen gegründet.
Das Generalat mit Sitz der Generaloberin, die Generalverwaltung und das Noviziat des Ordens
befindet sich heute im Mutterhaus Kloster Nette in Osnabrück-Haste.




Es waren (von links nach rechts):


Sr M. Helena, M. Borgia, M. Katharina, M. Ferdinande, M. Josefa, M. Rosa, M. Angelika, M. Donatis, M. Thadäa,


Sr M. Eugenie, M. Ludgarda, M. Scholastika, M. Gerburga, M. Clementia, M. Ewalda, M. Ehrentrud, M. Julitta, M. Edelgard,


Sr. M. Hildeburg, M. Emanuela, M. Regulinde, M. Oswalda, M. Hiltrudis, M. Veritas, M. Irmhild, M. Laeta, M. Luziane.

Ihr Arbeitsschwerpunkt lag vor allem auf pastoralem Gebiet in der Pfarrhilfe
und auf sozialem Gebiet in der Kranken- & Familienpflege sowie der Kinderbetreuung.





     

Von den vielen bei uns gewesenen Schwestern,
möchte ich näher auf die ersten beiden Schwestern M. Helena und Borgia,
der am längsten bei uns tätig gewesenen Schwester M. Ferdinande
und den letzten beiden Schwester Emanuela und Hiltrudis eingehen.


Schwester Maria Helena / Schwester Maria Borgia

 

Schwester M. Helena wurde am 6. Mai 1905 als Anna Huying geboren.
Am 15. Juli 1946 zusammen mit Sr. Borgia angekommen,
übernahm sie die Arbeit der Seelsorghelferin für die
am 27. August 1945 verstorbene Katechetin und Seelsorgehelferin in Tracht Schwester Christel Barkhoff.
Sie wurde dann am 29. April 1952 von Güstrow nach Schwerin versetzt.

Schwester Maria Borgia übernahm die katholische Krankenpflege und Familienbetreuung in der Stadt.
Der schmerzliche Abschied von ihr, die 14 Jahre in Güstrow tätig war, musste im April 1960 genommen werden.
Sie feierte am 8. September 1964 in Parchim ihr Silbernes Ordensjubiläum und war dort in der Gemeinde
als ambulante Krankenschwester eingesetzt, machte Hausbesuche und Krankenbesuche im Krankenhaus,
war aber auch im Altenheim dem Roncalli-Haus beschäftigt.
1985 feierte sie in Parchim ihr 25jähriges Ortsjubiläum und zugleich das das 60jährige der Schwestern am Ort.
Zu ihrem 80jährigen Geburtstag 1993 in Parchim, war sie noch unterwegs auf Hausbesuche bei kranken Gemeindemitgliedern
und im Krankenhaus bei allen, die uns dort als katholisch gemeldet wurden.
Am 1. September 1999 feierte sie noch in einem Festhochamt mit dem Weihbischof Norbert Werbs ihr Diamantenes Ordensjubiläum.
Sie verstarb im Jahr 2002.

Im I. Band der Chronik der Missionsschwestern Mariens steht über die Filialgründung durch sie:
" Am 15. Juli 1946 mittags um 11.30 Uhr, trafen die ersten Schwestern hier ein.
Sie wurden von der Hochwürdigen Geistlichkeit Herrn Pastor Niemeyer und Herrn Kaplan Ulbrich vom Bahnhof abgeholt,
in Begleitung von Büroangestellten Herrn Berhud, der das Gepäck der Schwestern mit dem Handwagen
zur Grünen Straße 25, zum katholischen Pfarrheim schaffte.
Die Schwestern nahmen ihr Mittagsmahl am gemeinsamen Tisch im Pfarrhaus Besserstraße 1.

 

Am Nachmittag wurde ihnen als Schwesternwohnung das kleine Zimmer im Pfarrheim angewiesen.
Die notwendigen Einrichtungsgegenstände lieferte der Konvent St. Ursula in Graal Müritz.
Die erste Einrichtung des Zimmers bestand aus zwei Betten, zwei Stühlen und einem kleinen Tisch.
Die Küche und die beiden großen Räume waren noch von Flüchtlingsfamilien bewohnt.
Es war ihnen ein treubesorgtes Verhältnis untereinander, oft sorgten sie rührend mit für die Schwestern. ..."


Nun, wer unser altes Gemeindehaus noch kennt, weiß von welchen Verhältnissen hierbei die Rede ist.

" ... Die genannten Schwestern waren die ersten Ordensschwestern in Güstrow und erregten anfangs großes Aufsehen.
Einige Umsiedler, die aber aus der alten Heimat schon Ordensschwestern kannten
freuten sich hingegen, in der meckl. Diaspora eine Schwester zu sehen. ...

Als einmal im kalten Winter eine Frau draußen vor der Kirchentür ihre trockene Schnitte aß,
bot ihr die Schwester dann eine Tasse heißen Kaffee an. Aus Dankbarkeit schenkte die Frau den Schwestern einen Beutel Kartoffeln.
Darüber waren sie soooo... glücklich, als wären es lauter Goldstücke. ...

Da das Grundstück Grünestrasse 23/24 auch zur kath. Kirche gehörte,
übergab das Wohnungsamt den Schwestern am 13. Mai 1949 ein Zimmer im 2.Stock bei Frau Dreyer.
Es wurde als Schlafzimmer für 2 Schwestern eingerichtet.
Am 25. Mai 1949 kam die dritte Schwester Sr. M. Catharina als Oberin hinzu. Sie übernahm die Hauswirtschaft
und ein Teil des Religionsunterrichtes in Heilmannhöhe (von 1951) und Lüssow bis 1953.
Nach einjährigem Kampf mit dem Wohnungsamt wurden für die Schwestern am 3. Dezember 1949
zwei weitere Zimmer und eine kleine Küche im Haus Grünestrasse 23/24 freigegeben.
Das kleine Zimmer war das Refektorium der Schwestern. Das größere wurde geteilt
zwischen Sprechzimmer und einem Schlafzimmer für eine Schwester. ..."




Schwester Maria Ferdinande



Schwester M. Ferdinande (geborene Wischmeier) erblickte am 3. August 1910 in Dreierwalde bei Rheine das Licht der Welt.
Sie trat am 8. September 1933 in die Ordensgemeinschaft ein und legte am 24. März 1936 die erste Profess,
am 30. September 1940 dann die ewige Profess ab.
Ihre berufliche Tätigkeit übte sie in St. Annen, Wellingholzhausen, Ludwigslust, Neubrandenburg
und natürlich auch in Güstrow aus.

" Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben,
und mit euch gehen in ein neues Jahr. ... "


Sie betete gern diesen Text von Dietrich Bonhoeffer. Sicher waren ihr die Gedanken Stütze und Halt
in einer damals recht schwierigen Zeit in Mecklenburg.
In der "Fröhlichen Hergottstunde" legte Sie den Grundstein einer ganzen Generation.
Über 33 Jahre war sie in unserer Gemeinde tätig, war den Kindern wie auch den Erwachsenen somit geradezu "eine Institution".
Fast ein halbes Menschenalter hat sie so eine ganze Generation aufwachsen sehen und geprägt.
Hat uns einen Teil unseres Glaubens vermittelt und uns darin gestärkt, stand sie uns immer helfend zur Seite.
Sie war in der Kinderbetreuung, im Religionsunterricht oder im Schmücken der Kirche mit ihrem Talent zum Blumenstecken tätig.
Schwester Ferdinande konnte am 29. April 1977 ihr 25jähriges Ortsjubiläum in Güstrow feiern.
Sie war mindestens von 1977 bis 1985 auch Oberin des Güstrower Konvents.
Aus gesundheitlichen Gründen verließ sie im November 1985 Güstrow und wurde nach Neubrandenburg versetzt (md. bis 1986).
Seit 1992 verlebte sie ihren Lebensabend im Marienhaus in Meppen, feierte dort auch ihr diamantenes Ordensjubiläum.



Sie verstarb im Alter von 94 Jahren am 7. April 2005. Sie wird uns noch lange dankbar in Erinnerung bleiben.


" ... Am 29. April 1952 kam Sr. M. Ferdinande als Ersatz für die nun gehende Sr. M. Helena zu uns.
Die Arbeit der Schwestern waren nun Kirchendienst, Religionsunterricht, Seelsorgarbeit an der Jugend, Krankenpflege,
Caritasdienste und Austeilung von Liebesgaben.
Schwester M. Josefa hielt außerdem religiöse Mütterkurse in der Stadt und auf dem Land. ...
Im Frühjahr 1958 begann man mit Betreuung der vorschulpflichtigen Kinder einmal in der Woche. Es waren Kinder von 4-6 Jahren. ...

Am 1. April 1959 wurde die neue Schwesternwohnung eingeweiht und sie wurde dem hl. Josef geweiht.
Seitdem bewohnen nun die Schwestern die ganze untere Wohnung im Hause Nr. 23-24. ..."


 

" ... Die Finanzierung eines neuen Schwesterhauses sollte 1977 durch die BRD geschehen.
Im Frühjahr 1977 wurde der Baugrund geprüft und für einigermaßen baufähig erklärt.
Der Bauplan wurde entworfen und genehmigt und man begann mit dem Abreißen des alten Hauses ...
Es musste auch eine Übergangswohnung für die Schwestern geschaffen werden, denn die Bauzeit sollte ein Jahr dauern.
Das Wohnungsamt stellte eine Wohnung in der Walkmühlenstraße 22 bereit, 2 Zimmer und eine kleine Küche.
Die Schwestern wohnten dort mit 5 evangelischen Familien zusammen. Das Zusammenleben war ganz harmonisch. ..."


   

" ... Das Jahr der Fertigstellung 1979 war auch das Jubiläumsjahr unserer Kirche (1929 – 1979). ...
Der Umzug der Schwestern in das neue Haus war am 21. Mai 1979.

Im November 1985 wurde Sr. M. Ferdinande nach 33-jähriger Tätigkeit in Güstrow nach Neubrandenburg versetzt. ..."





Schwester Maria Emanuela / Schwester Maria Hiltrudis

 

Schwester M. Emanuela (geb. Kreidemann) wurde am 20. Juni 1947 geboren.
Sie kam zum ersten Mal 1979 für ein Jahr nach Güstrow.
Am 01. Juli 1986 kam sie ein zweites Mal für die nach Neukalen versetzte Sr. M. Edelgard
und war als Altenpflegerin (tlw.) und für den Küsterdienst in der Gemeinde bis 1998 zuständig.
Ende Oktober 2015 kam sie zum dritten Mal nach Güstrow und war wieder für den Küsterdienst zuständig.
Sie blieb bis zur Auflösung des Güstrower Konventes am 30. April 2017 bei uns.

Schwester M. Hiltrudis wurde am 23. Mai 1938 als Irmgard Menke geboren.
Sie kam 1997 als letzte Oberin ihres Ordens nach Güstrow, kümmerte sich um die Hauswirtschaft,
machte Krankenbesuche und war in der Altenseelsorge tätig.
Mit ihrer Verabschiedung am 30. April 2017 - nach fast 20 Jahren -
schließt sich das "Kapitel" Ordensschwestern in Güstrow nun endgültig.

" ... Am 15. Juli 1996 war der Tag des 50-jährigen Bestehens unserer Filiale in Güstrow.
Wir wollten dieses Jubiläum nicht wegen Mangel an größeren Räumlichkeiten fallen lassen.
So trafen wir uns im Schwesternkreis zum frohen Beisammensein,
zum Verspergebet und als Abschluß zur hl. Messe mit der Gemeinde. ..."


1996 
50-jähriges Jubiläum 1996   /   60-jähriges Jubiläum 2006

Der letzte Eintrag in ihrer Chronik wird wohl lauten:
" Am 30. April 2017 wurden wir mit einem Festgottesdienst - geleitet vom Weihbischof i. R. Norbert Werbs -
und zahlreich anwesenden Priestern, Mitschwestern und Gläubigen verabschiedet."





         

Wir bedanken uns bei den Ordensschwestern für ihr segenreiches Wirken in unserer Gemeinde ganz herzlich
und wünschen ihnen auf ihrem weiteren Weg alles Gute.




           



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