Aktuelles im laufenden Monat



Gottesdienste - Religionsunterricht  

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Gruppen & Vereine  

        Verein zur Förderung religiös motivierter Kunst  

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Die Religion unserer Tage fordert wenig vom Menschen. Sie bietet bereitwillig Trost - aber sie hat nicht den Mut zur Herausforderung. ... (Sie ist) zu Institution, Dogma, Ritus (geworden). Sie ist kein Ereignis mehr. Sich dazu zu bekennen, bedeutet weder Risiko noch Spannung. ... Die Religion verfiel ..., weil sie unverbindlich, langweilig, herrschsüchtig und schwächlich geworden ist. Wenn Glaube durch Bekenntnisformeln ersetzt wird, ritueller Vollzug an die Stelle der Anbetung tritt ..., wenn Glaube mehr ein Erbstück ist als lebendige Quelle, wenn die Religion nur noch im Namen der Autorität spricht und nicht mehr mit der Stimme des Mit-Fühlens - dann hat ihre Botschaft allen Sinn verloren. "

Mit diesen Worten begann der jüdische Religionsphilosoph Abraham Joshua Heschel vor gut 50 Jahren sein Buch "Die ungesicherte Freiheit". Seine zunächst an das Judentum gerichtete Botschaft trifft jedoch auch uns Christen.
Religion ist nicht zuallererst die Frage, welche Bedürfnisse der Mensch in einer bestimmten Zeit, in einer bestimmten Situation hat, sondern eine Antwort auf die Frage nach der Selbstfindung des Menschen: Wie findet sich der Mensch - als Mensch !
Religion ist das Bewusstsein, das die eigentlichen Aufgaben des Menschen nicht außerhalb seiner selbst in der Welt liegen, sondern das er selbst - als Mensch - sich die wichtigste Aufgabe ist. Gott sucht sein Geschöpf, den Menschen - er sucht ihn als den, den er gewollt hat, nicht als den, zu dem sich der Mensch aus eigener Kraft und in eigener Autorität immer wieder zu machen versucht.
Alles Mit-Fühlen Gottes gilt diesem Menschen: dem, der sich verloren hat und nicht anders kann, als nach seiner ursprünglichen Berufung und Bestimmung zu suchen.
Wie aber sieht es mit unserem Mit-Fühlen - mit unserem Mitgefühl für unseren Nächsten aus?
Wenn wir Produkte mit einem Fair-Trade-Siegel kaufen, schicken wir vielleicht ein paar nette Gedanken an die Erzeuger mit in die Ferne – aber das ist keine Begegnung. Auch unser Mitgefühl für niedliche Tierbabys fällt uns leichter als für fremd aussehende Flüchtlinge.
Wir kennen mittlerweile die Gesichter der anderen, die es nicht so gut getroffen haben wie wir. Wir haben schon oft Bilder von ihnen in der Zeitung und im Fernsehen gesehen: ein spielendes Kind vor einem zerbombten Haus. Ein Vater, der seinen toten Sohn im Arm hält oder eine weinende Frau mit Kopftuch. Wir haben "unsere Welt" in der wir leben, wie einen Kokon immer dicker gesponnen. Nun aber ist er aufgebrochen, und wir blinzeln ins Licht. Dass wir all diesen Unglücklichen nun auch persönlich begegnen "müssen", hätten wir nicht gedacht. Doch nun sind Sie da!
Bei allem, was wir tun, muss nun das Elend der anderen mitgedacht und auch irgendwie ertragen werden. Das Fremde, vor dem viele sich fürchten, ist gar nicht mehr so fremd. Wer gehört zu uns und wer nicht? Viele von uns beantworten sich diese Frage heute ganz anders als noch vor einem Jahr.
Vielleicht sehnen sich manche von uns sich nach der Gemütlichkeit der vergangenen Jahre zurück, als alles Gefährliche noch weit weg schien. Damals konnten wir sorglos die Zeitung durchblättern, weil das, was darin stand, nicht besonders viel mit uns selbst zu tun hatte. Aber das ist nun vorbei.
Flüchtlinge und Migranten sind Menschen mit Namen und Gesichtern. Sie haben den Verlust materieller Sicherheit, ihrer beruflichen Betätigung, familiärer Bindungen, heimatlicher Umgebung und all der "Orte, die dem Leben Sinn und Würde" geben zu verarbeiten. Gerade uns Christen ist die Sorge um jene Menschen von Gott geboten - "bittet Gott selbst uns in diesen Menschen" um unsere Hilfe.
Der Angst ins Auge zu sehen lässt diese paradoxerweise kleiner werden. Ein Lächeln oder ein schlichtes "Hallo" beim Vorübergehen kann schon ein Anfang sein und das Fremde, ist gar nicht mehr so fremd. Und wer schon mutiger ist - engagieren kann man sich in vielen Formen und an vielen Orten. Auch vor dem Hintergrund des bereits nahenden Osterfestkreises sollen uns diese Worte Anstoss sein, einmal wieder über unsere Orientierung und unser Engagement nachzudenken.





      Einblicke in die letzte Weihnachtszeit  

 



 

Aktuelles zum Monat Februar 2018




Darstellung des Herrn  -  Mariä Lichtmess 

Freitag
02. Februar 2018

Gottesdienste:
um   09.00 Uhr   in Krakow am See, anschließend Seniorenfrühstück
um   19.00 Uhr   in Güstrow
- jeweils mit Kerzenweihe -


Das Fest der Darstellung des Herrn (In Praesentatione Domini) wie es heute genannt wird, auch Mariä Lichtmess oder früher Mariä Reinigung (Purificatio Mariae), wird immer 40 Tage nach Weihnachten gefeiert und bildet somit den Übergang zur österlichen Zeit. Es ist jedoch kein Marienfest sondern ein sogenanntes Herrenfest (Fest zu Ehren Jesu Christi).
Die Griechen nannten es " Hypapante " was soviel wie " Begegnung " bedeutet, denn die Menschen begegnen insbesondere an diesem Tag dem Herrn im Tempel - in der Kirche.
Wir feiern dieses Fest jedes Jahr mit der alljährlich stattfindenden Kerzenweihe im Gottesdienst.

 

 





Bruder Heinrich Kempa OP (* 28.07.1953)
verstarb vor zwei Jahren am Abend des 2. Februar 2016 in Trier.


Mit ihm verbinden wir eine immer festlich geschmückte Kirche zu jeder Jahreszeit, sei es der Blumenschmuck oder die weihnachtliche Krippe, aber auch inhaltsvolle Predigten. Er kümmerte sich aufopferungsvoll um die Ministranten, gab Religionsunterricht, Krankenkommunion, führte Kinder- und Jugendandachten durch und bereicherte durch seinen Einfallsreichtum und sein Wissen nicht nur die religiösen Kinderwochen.
Möge er und sein Wirken als Dominikaner in unserer Gemeinde unvergessen bleiben.

Wir bitten um Ihr Gebet für Bruder Heinrich Kempa.

 

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Samstag
03. Februar 2018

Arbeitseinsatz

Pünktlich nach Mariä Lichtmess beginnt bei uns auch der Abbau der Krippe und der Tannenbäume.
Dazu werden wieder viele fleißige Helfer gebraucht.

Beginn um 09.00 Uhr

 

   

   




Seniorenvormittag  in  Güstrow

Dienstag

13. Februar 2018

Beginn um 09.00 Uhr mit der Heiligen Messe, anschließend weiter im Gemeindehaus.

 





Aschermittwoch

14. Februar 2018

" Gedenke, o Mensch, dass du Staub bist "

Heilige Messe um 09.00 Uhr in Krakow am See
und Abendmesse um 19.00 Uhr in der Güstrower Kirche.

Was wir am Aschermittwoch erleben, ist nur ein Rest der feierlichen Handlung, die in früheren Zeiten (4. - 10. Jh.) mit Beginn der Fastenzeit begann.
Wer eine schwere öffentliche Sünde begangen hatte, musste dafür auch öffentliche Buße übernehmen. Diese bestand vor allem im Ausschluß aus der eucharistischen Gemeinschaft, daneben waren aber auch noch Fasten und Gebete üblich.
Vor dem Ausschluß wurde den Büßern feierlich das Bußgewand überreicht und ihr Haupt mit Asche bestreut, bevor sie aus der Kirche geleitet wurden. Diese " Ausstoßung " wurde dann später gemildert, indem sie nicht mehr öffentlich, sondern im geheimen stattfand.
Seit dem Mittelalter übernahmen dann alle Gläubigen freiwillig die Bußweihe durch die Aschebestreuung. Selbst Karl der Große holte barfuß mit den Gläubigen die geweihte Asche und begann damit feierlich die Fastenzeit.



 

Die Sonntage der Fastenzeit haben neben der fortlaufenden Zählung (1., 2., 3. ...) auch einen lateinischen Namen, der die theologische Bedeutung des jeweiligen Sonntages benennt. Es handelt ich dabei um einen Begriff des Eröffnungsverses der Eucharistiefeier des Tages.

1. Sonntag der Fastenzeit (18.02): Invocavit - Er ruft mich, darum will ich ihn erhören. (Psalm 91, 15)
2. Sonntag der Fastenzeit (25.02): Reminiscere - Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit! (Psalm 25, 6)
3. Sonntag der Fastenzeit (04.03): Oculi - Meine Augen sehen stets auf den Herrn. (Psalm 25, 15)
4. Sonntag der Fastenzeit (11.03.): Laetare - Freuet euch mit Jerusalem! (Jesaja 66, 10)
5. Sonntag der Fastenzeit (18.03.): Judica - Gott, schaffe mir Recht! (Psalm 43, 1)
Palmsonnntag (25.03): Palmarum




Misereor Fastenaktion 2018

Heute schon die Welt verändert ?

Für die sieben Wochen der Fastenzeit geben wir Ihnen diese eine Frage mit auf den Weg, die uns herausfordert.

Zur Internetseite von Misereor   Zur Internetseite von Misereor

Auch 60 Jahre nach der Gründung von MISEREOR braucht die Welt Veränderung: hin zu mehr Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung, zu einem guten Leben für alle, weltweit. In diesem Bemühen sind wir in diesem Jahr in besonderer Weise mit der Kirche in Indien verbunden. Gemeinsam greifen wir die Frage nach dem guten Leben – "quality of life" – auf und tragen das Anliegen hier wie dort in die Diözesen, Gemeinden, Gruppen und Schulen.
In Indien setzen sich die Partner von MISEREOR für ein gutes Leben insbesondere für die Menschen ein, die am Rande der Gesellschaft leben müssen. Auf dem Land suchen sie nach Lösungen für die spürbaren Auswirkungen des Klimawandels. Durch geeignete Umweltschutzmaßnahmen erhalten sie in ihrem Gemeinwesen die Qualität des Bodens und der Wasserressourcen, um für mehr Gleichgewicht im Ökosystem zu sorgen.
In der Stadt leisten die Menschen in ihren Armenvierteln mit Lernhäusern für Kinder und Ausbildungskursen für Frauen einen Beitrag zur Grundbildung und verhelfen den Frauen zu einem eigenen Einkommen. Der Einsatz zur Stärkung der Rechte der Arbeiter und Handwerker trägt zu einem menschenwürdigen Leben bei.


  

In Deutschland engagiert – in Solidarität verbunden mit den Menschen in Afrika, Lateinamerika und Asien: Das ist die MISEREOR-Fastenaktion.

 




Ein Religionslehrer befragte einmal seine Klasse, was denn Jesus während der 40 Tage in der Wüste so getan habe. Die verschiedensten Antworten wurden gegeben - von "er tat nichts" bis "er hat gebetet". Bis auf einen Schüler, der sagte plötzlich:
" Er hat die lange Zeit ausgehalten! "
Die Zeit aushalten – das gehört ganz offensichtlich mit zu seiner Nachfolge. Doch genau das fällt uns heutigen Menschen ziemlich schwer: schon das Warten am Bahnsteig auf einen verspäteten Zug bringt so manchen in Rage.
Nach langer Berufstätigkeit fällt es vielen schwer, die plötzlich hereinbrechende Arbeitslosigkeit auszuhalten; Rentnern fällt es schwer, das im Betrieb nicht mehr gebraucht werden auszuhalten; Kranken fällt es schwer, die Zeit des Angebundenseins, der Unfreiheit, der Aussichtslosigkeit auszuhalten. Schließlich vermögen es viele nicht, das Alleinsein auszuhalten und das Hoffen auf den Menschen, der mich endlich versteht.
Zeit auszuhalten: das scheint wirklich eine immens schwierige Aufgabe zu sein, heißt wohl zuallererst: ich muss mich selbst aushalten! Sich aushalten mit den eigenen Grenzen, mit den Fehlern und dem Nichtperfekten an mir und in mir; mit gewissen Lebenssituationen, in die ich geraten bin, die ich mir selbst und die andere mir eingebrockt haben, einschließlich des Ärgers darüber. Sich selbst aushalten mit all den Problemen, die ich habe und die mir immer wieder aufgetischt werden, ohne sie lösen zu können. Sich selbst aushalten: das meint auch: das Älter werden und das Alter auszuhalten, die zunehmenden körperlichen Einschränkungen usw.
Sich selbst aushalten - das meint: Entscheidungen auszuhalten, die ich allein treffen muss und die mir keiner abnimmt; zu den Konsequenzen dieser Entscheidungen zu stehen und sie nicht auf andere abzuschieben.
Sich selbst aushalten heißt schließlich: die Entfremdung aushalten – die Kluft zwischen den Idealen und der Wirklichkeit des Alltags; die Kluft zwischen den eigenen Wünschen –und den Wegen zu ihrer Erfüllung.
Zeit aushalten - nicht nur sich selbst muss man aushalten, sondern auch die anderen: aushalten, dass andere anders sind, anders denken empfinden als ich selbst – manchmal großartiger als ich, manchmal auch schäbiger.
Die anderen aushalten - das heißt auch: die Welt auszuhalten mit all ihren Verrücktheiten, mit ihren Rätseln, mit ihrer Gleichgültigkeit und ihren Grausamkeiten, mit viel unerklärlichem Leid. Dazu gehört auch: auszuhalten die schnellen Veränderungen in der Gesellschaft, das Nicht mehr mithalten können – und ebenso das Desinteresse und die Gleichgültigkeit vieler gegenüber Glaube und Christentum.
Die Zeit aushalten – so wie Jesus die Zeit in der Wüste ausgehalten hat - kann also nicht bedeuten: in die Vergangenheit zu fliehen und dort von den "guten, alten Zeiten" zu träumen.
Zeit aushalten kann nicht bedeuten: die Antworten von gestern auf die Fragen von heute und morgen zu geben.
Zeit aushalten kann nicht bedeuten: die Gegenwart zu beschimpfen, zu verunglimpfen und zu verteufeln. "Eine neue Zeit braucht auch ein neues Herz", sagte mal jemand.
Die Zeit aushalten – das können wir. Wir können es aber nur, wenn und weil wir sicher sind,
dass unsere Zeit in GOTTES Händen liegt und dort gut aufgehoben ist.





Kreuzweg- und Fastenandachten

Freitag`s

17.00 Uhr
in der Güstrower Kirche


 





KFD - Treffen

Donnerstag
15. Februar 2018

19.00 Uhr

Thema: "Pastoraler Raum"
Referentin: Dorothea Axtmann

 

Kfd Bundesverband




Gemeindeabend

Dienstag
20. Februar 2018
19.00 Uhr

im Güstrower Gemeindehaus in der Grünen Strasse 23-25

Thema :

Ostern
- Berichte, Botschaft, Bedeutung -
Eine Spurensuche damals und heute


Referentin: Christa Pecks-Schädel, Rostock


Karfreitag und Ostern, Kreuzigung und Auferstehung sind für Christen entscheidende Ereignisse. Die vier Evangelien berichten davon. Kleine Unterschiede fallen auf. An wen dachten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes als sie schrieben? Was wollten sie den Menschen vermitteln? 2000 Jahre trennen uns vom Tod und der Auferstehung Jesu. Aber diese Ostererfahrung war eine Initialzündung, prägte und motivierte Menschen damals und heute. Suchen wir nach Spuren, welche die Botschaft vom leeren Grab in unser Leben gegraben hat.
Die Referentin: Christa Pecks-Schädel ist Diplomtheologin.

Infos: German Schwarz       

Sie sind herzlich dazu eingeladen.

Thomas-Morus-Bildungswerk

 





Treffen der Firmanden

24. Februar 2018

An diesem Sonnabend findet ein Gesamttreffen der Firmanden aus Güstrow und Bützow statt.

Beginn: 12.00 Uhr in Bützow bei der katholischen Kirche

Treffpunkt zur Abfahrt ist 11.30 Uhr an der Güstrower Kirche.

Am Abend fahren alle nach Sternberg zur Vorabendmesse um 17.00 Uhr.

HERZLICHE EINLADUNG dazu an ALLE ELTERN !

 





Familienkreis in Güstrow

Dienstag
27. Februar 2018

18.00 Uhr
im Gemeindehaus in der Grünen Strasse

 

 



 

Vorschau für die folgende Zeit



 


Weltgebetstag 2018

Freitag

02. März 2018

Jeweils am ersten Freitag im März wird in ca. 170 Ländern ökumenisch dieser Tag gefeiert.

  

Die Liturgie der Gottesdienste verfassen dabei jeweils Frauen eines Landes für die Welt, in diesem Jahr aus

Surinam.

Thema: " Gottes Schöpfung ist sehr gut "

Surinam, wo liegt das denn? Das kleinste Land Südamerikas ist so selten in den Schlagzeilen, dass viele Menschen nicht einmal wissen, auf welchem Kontinent es sich befindet. Doch es lohnt sich, Surinam zu entdecken: Auf einer Fläche weniger als halb so groß wie Deutschland vereint das Land afrikanische und niederländische, kreolische und indische, chinesische und javanische Einflüsse.
Der Weltgebetstag 2018 bietet Gelegenheit, Surinam und seine Bevölkerung näher kennenzulernen. "Gottes Schöpfung ist sehr gut!" heißt die Liturgie surinamischer Christinnen. Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche – alle sind herzlich eingeladen!

Surinam liegt im Nordosten Südamerikas, zwischen Guyana, Brasilien und Französisch-Guyana. Dank seines subtropischen Klimas ist eine vielfältige Flora und Fauna entstanden mit üppigen Riesenfarnen, farbenprächtigen Orchideen und über 1.000 verschiedenen Arten von Bäumen. Rund 90 Prozent Surinams bestehen aus tiefem, teils noch vollkommen unberührtem Regenwald. Ameisenbären, Jaguare, Papageien und Riesenschlangen haben hier ein Zuhause gefunden. Surinams Küsten eignen sich zwar nicht als Badestrände, dafür legen an den unberührten Stränden des Galibi-Naturreservats riesige Meeresschildkröten ihre Eier ab.
Mit seinen rund 540.000 Einwohner(innen) ist Surinam ein wahrer ethnischer, religiöser und kultureller Schmelztiegel. Der Großteil der Bevölkerung lebt in Kόstennähe, die meisten von ihnen in der Hauptstadt Paramaribo. In dieser als UNESCO-Weltkulturerbe geschützten Stadt steht die Synagoge neben einer Moschee; christliche Kirchen und ein Hindutempel sind nur wenige Häuserblocks entfernt. Die Wurzeln für Surinams vielfältige Bevölkerung liegen in der bewegten Vergangenheit des Landes. Im 17. Jahrhundert brachten erst die Briten, dann die Niederländer Surinam unter ihre Herrschaft. Auf den Plantagen der Kolonialherren schufteten die indigene Bevölkerung und bald auch aus Westafrika verschleppte Frauen und Männer. Ihre Nachkommen stellen heute mit den Maroons und Kreolen die größten Bevölkerungsgruppen.
Nach dem Ende der Sklaverei 1863 warben die Niederländer Menschen aus Indien, China und Java als Vertragsarbeiter an. Neben europäischen Einwanderern zog es so Menschen aus dem Nahen Osten und den südamerikanischen Nachbarländern nach Surinam. Diese Vielfalt Surinams findet sich auch im Gottesdienst zum Weltgebetstag 2018 wieder: Frauen unterschiedlicher Ethnien erzählen aus ihrem Alltag.
In Surinam, wohin Missionare einst den christlichen Glauben brachten, ist heute fast die Hälfte der Bevölkerung christlich. Neben der römisch-katholischen Kirche spielen vor allem die Herrnhuter Brüdergemeine eine bedeutende Rolle. An der Liturgie zum Weltgebetstag haben so auch Vertreterinnen aus fünf christlichen Konfessionen mitgewirkt.
Doch das traditionell harmonische Zusammenleben in Surinam ist zunehmend gefährdet. Die Wirtschaft des Landes ist extrem abhängig vom Export der Rohstoffe Gold und Öl und war es bis 2015 auch vom Bauxit. Schwanken die Preise auf dem Weltmarkt, so trifft dies den surinamischen Haushalt empfindlich. Das einst gut ausgebaute Sozialsystem ist mittlerweile kaum noch finanzierbar. Während der massive Rohstoffabbau die einzigartige Natur Surinams zerstört, fehlt es in Politik und Gesellschaft des erst 1975 unabhängig gewordenen Landes an nachhaltigen Ideen für Alternativen.
Dass das Gleichgewicht in Surinams Gesellschaft aus den Fugen gerät, wird besonders für Frauen und Mädchen zum Problem. In den Familien nimmt Gewalt gegen Frauen und Kinder zu. Vermehrt brechen schwangere Teenager die Schule ab, oder prostituieren sich Frauen aus finanzieller Not.
In Gebet und Handeln verbunden mit Surinams Frauen sind 2018 so hunderttausende Gottesdienstbesucher(innen) in ganz Deutschland. Mit Kollekten und Spenden fördert das deutsche Weltgebetstagskomitee das Engagement seiner weltweiten Projektpartnerinnen. Darunter ist auch die Frauenarbeit der Herrnhuter Brüdergemeine in Surinam. Sie bietet qualifizierte Weiterbildungen für Jugendleiterinnen an, die jungen Frauen in Schwierigkeiten zur Seite stehen.

Lisa Schürmann, Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V



Kräftige Farben und starke Figuren, zarte Linien und verträumte Gesichter: So setzt die Künstlerin Sri Irodikromo Surinams Frauen in Szene.
Erst seit wenigen Jahren beschäftigt sich die Künstlerin intensiv mit der traditionellen javanischen Batik-Kunst. "Das ist ein bisschen wie heimkommen zu den eigenen Wurzeln", erklärt sie. Ihre Familie väterlicherseits stammt aus Java, ihr Vater ist ein angesehener Bildhauer und Maler in Surinam. Vergleichen lassen sich die Arbeiten von Vater und Tochter nicht. "Ich gehöre einer anderen Generation an", sagt sie dazu diplomatisch.
Ihre Arbeitstechnik verbindet Altes und Neues: "Hier in Surinam verschmelzen Kulturen. Menschen aus verschiedenen Kulturen heiraten. Und so nimmt meine Kunst Anleihen im Osten und im Westen, in der Tradition und in der Moderne." Sie findet Inspiration in der bunten Verschiedenheit der unterschiedlichen surinamischen Ethnien.
Ihre großformatigen Gemälde fertigt sie zurzeit auf zerschnittener und grob zusammengenähter Leinwand. Sie befestigt Stückchen von Kleiderstoff auf dem Malgrund und vervollständigt das Muster mit Farbe, um so authentische Bekleidung darzustellen.
"Die Frauen hier in Surinam sind alles: Zauberinnen und Engel, wild und zart, dick und dünn, ihre Haut kann Elfenbein-Weiss oder Ebenholz-Schwarz sein; und jede Schattierung dazwischen haben."

Veranstaltungen am 02. März 2018:
19.00 Uhr in der evangelischen Winterkirche in Krakow am See

19.30 Uhr im Gemeinderaum der Evang.-Luth. Domgemeinde, Domplatz 6 in Güstrow





Zu Besuch aus Hamburg !

09. - 11. März 2018

Der " Eine Welt Laden " aus Hamburg ist an diesem Wochenende wieder zu Gast in unserer Gemeinde.
Vor und nach den Gottesdiensten bieten sie dann wieder ihre fair gehandelten Waren an.


Sie sind ALLE dazu herzlich eingeladen !

zum Eine Welt Laden    fairer Handel

 





Gemeindeabend

Dienstag
13. März 2018

im Güstrower Gemeindehaus in der Grünen Strasse 23-25.

Thema :

Gustav Klimt
- Goldener Schein und Abgrund -


Referentin: Christiane Hoffmann, Rheda-Wiedenbrück


Thomas-Morus-Bildungswerk

 





Gemeindeabend

Dienstag
20. März 2018

im Güstrower Gemeindehaus in der Grünen Strasse 23-25.

Thema :

Heute schon die Welt verändert ?
- Ein indischer Abend zur Misereor-Fastenaktion -


Referent: Pater Sijo Joseph Kalampulyel, Teterow


Thomas-Morus-Bildungswerk

 

 


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letzte Aktualisierung - 19.02.2018